HSMA Spotlight


Employer Branding in der Hospitality Branche in Zeiten von Covid-19

 

Nach wie vor wird Employer Branding gleichgesetzt mit der Rekrutierung neuer Mitarbeiter*Innen- als Mittel zum Zweck. Doch es ist viel mehr als das. Während das Recruiting in der Branche, mit wenigen Ausnahmen für anstehende Neueröffnungen sowie offene Schlüsselpositionen, weitestgehend eingestellt ist, wird Employer Branding aktuell wichtiger denn je.


Employer Branding bedeutet die eigene Arbeitgebermarke, basierend auf den Unternehmenswerten, nach innen zu leben und authentisch sowie ehrlich nach außen zu kommunizieren. Ziel ist es dabei als attraktiver Arbeitgeber wahrgenommen zu werden: für externe Bewerber*Innen und vor allem für die eigenen Mitarbeiter*Innen. Sehr wahrscheinlich fragt ihr euch wie viele andere auch, wie man es schafft, ein attraktiver Arbeitgeber zu sein in einer Branche, die sich derzeit in der wohl schwerste Krise ihrer Geschichte befindet. Gerade jetzt kann gutes Employer Branding einen Unterschied machen: gelebte Werte, transparente Kommunikation sowie gemeinsamer Zusammenhalt im Team wirken nicht nur in der Krise, sondern auch darüber hinaus. Es lohnt sich aktiv nach außen zu kommunizieren.

Dazu möchten wir euch einige Gedankenanstöße für die Umsetzung mitgeben und freuen uns auf einen Austausch wie Ihr das Thema seht und welche Maßnahmen ihr hier derzeit ergreift.

 

Internes Employer Branding

Nahezu tägliche Änderungen der Politik, Ungewissheit über die Zukunft und fehlende Perspektiven machen eine transparente und wertschätzende Kommunikation ungemein wichtig für das Team und den Zusammenhalt. Die Möglichkeiten des internen Employer Brandings sind vielfältig und hängen auch von der Unternehmensgröße ab: Videobotschaften[1], E-Mail-Verteiler, WhatsApp Gruppen oder Video-Meetings sind nur einige Wege die Belegschaft proaktiv zu informieren und ein Gefühl des „Kümmerns“ zu erzeugen. Schaffen Sie Momente des Zusammenkommens auch fernab von beruflichen Besprechungen und der Verkündigung der neusten Informationen. Manche Unternehmen singen gemeinsam[2], Kollegen engagieren sich ehrenamtlich und bei wieder anderen übernimmt jemand das Vorlesen für die Kollegen*Innen mit Kindern.

 

Auszubildende und duale Studierende übernehmen in vielen Hotels mehr Verantwortung und werden dabei eng von den Abteilungsleitern und Managern begleitet. Auch in anderen Bereichen finden sich neue Teams und zusammen werden Lösungen für die besondere Herausforderungen erarbeitet. Ein Team, das die Krise gemeinsam bewältigt, blickt nicht nur optimistischer nach vorne, sondern berichtet auch Freunden und Familie von diesen positiven Erlebnissen.

 

Externes Employer Branding

Viele Unternehmen haben die HR-Kommunikation nach außen aktuell weitestgehend eingestellt. Wartet bitte nicht darauf, bis wieder Stellen zu besetzen sind oder dass die aktiven Mitarbeiter*Innen die Kommunikation übernehmen und werdet nach Möglichkeit selbst wieder aktiv, beziehungsweise bleibt aktiv. Erzählt die kleinen und großen Erlebnisse während der Krise – auch nach außen – und erlaubt euch dabei auch die Ehrlichkeit, dass es momentan alles andere als einfach ist, ihr euch aber nicht unterkriegen lasst. Dies kann nicht nur auf potenzielle Bewerber*Innen positiv wirken, sondern auch auf die Gäste, die sich freuen wieder in die Hotels zu reisen und so ebenfalls ein Gefühl für den Geist eures Unternehmens bekommen.